Sortierung Langholz

Langholz ist die Bezeichnung für Rundholz in langer Form ab mindestens 12m bis maximal 20m. Für unsere Region kommen hierfür die Nadelholzbaumarten Fichte, Kiefer, Lärche und Tanne in Betracht.

Die Durchmesser sollten sich überwiegend in der Klasse 2b und höher (25cm Mittendurchmesser ohne Rinde) befinden. Der Mindestzopf beträgt 20 cm und die maximale Stärke am Stock 80 cm. Die Masse des Stammes wird mittels einer Kluppe in der Mitte des Rundholzes durch kreuzweises messen ermittelt. Die beiden Messergebnisse werden zusammengezählt, durch zwei geteilt und das Ergebnis abgerundet. Z.B.

  1. Messung: 33 cm
  2. Messung 28 cm

33cm+28cm= 61cm : 2= 30,5 cm das ergibt einen Durchmesser abgerundet von 30cm

Die Längenermittlung erfolgt mittels Maßband und wird in ganzen Meter angegeben. Ein Übermaß von 1 % Prozent wird dazugegeben.

z.B. ein Stamm mit einer Länge von 18m muss dann ein Übermaß von Mindestens 18 cm besitzen.

Die Güteklassen bzw. Grundsätzlich wird Langholz als Bauholz verwendet. Starke Äste, Drehwuchs, Faulstellen, oder Krümmung sind für diese Verwendung ungeeignet und sollten deswegen nicht als Langholz ausgehalten werden. (Natürlich auch hier gibt es Ausnahmen wie etwa spezielle Sägewerke die sich auf Verpackungsholz spezialisiert haben und deswegen auch Hölzer von schlechterer Qualität kaufen).

Um einen guten Preis für den Waldbesitzer zu erzielen sollte überwiegend die Güteklasse B angeboten werden.

    • B – Qualität ist normales Stammholz mit wenigen oder Minderausgeprägten Qualitätsmerkmalen. (kaum Äste (unter 4 pro lfm) und wenn dann nur einige wenige gesunde Äste von nur geringen Durchmessern (nicht viel größer als unser altes 5 DM Stück))
    • C – Qualität von normaler Qualität mit vermehrt vorkommenden und/oder stärker ausgeprägten Qualitätsmerkmalen
    • D – Qualität das nicht in die anderen Klassen fällt aber noch nutzbar ist. (Ist im klassischen Langholz nicht zu empfehlen besser als Fixlänge verwerten da meist höherer Ertrag)

 

Diese Ergebnisse(in Rinde) werden auf dem stärkeren Ende des Stammes inkl. der laufenden Nummer und der Güteklasse angeschrieben. Auch sollte eine Holzliste geführt werden.

langholz

Weitere Qualitätsmerkmale:

Exentrizität: Das bezeichnet die Abweichung der Markröhre von ihrem eigentlichen geometrischen Mittelpunkt des Rundholzeses.

Krümmung: Die Abweichung der Längsachse des Rundholzes von der Geraden (der Stamm ist zu stark gebogen)

Abholzigkeit: Beschreibt die Abnahme des Durchmessers im Verlauf der Längsachse

Risse: Es gibt unterschiedliche Risse die an der Stirnfläche des Holzes auftreten können. Kernrisse, Sternrisse oder auch die Ringschäle. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass diese Risse nicht mehr als 1/3 der Stirnfläche ausmachen (C Qualität bis zum halben Durchmesser). Leichte Trockenrisse sind zulässig.

Insekten: Insbesondere Insekten die im Holz Fraßgänge verursachen. Bei uns tritt vor allem im Frühjahr der Lineatus am Holz auf. Dieses Insekt wertet besonders Langholz extrem ab.

Fäule: Unterschieden wird hierbei zwischen Hartfäule und Weichfäule. Weichfäule wird von Mikropilzen verursacht und zersetzt das Holz, somit ist die Festigkeit nicht mehr gegeben. Weichfäule ist in der B und C Qualität nicht zulässig. Hartfäule hingegen (Nagelfeste Fäule) ist in der Güteklasse C bis zu 15 % in dem äußeren Holzmatel zulässig.

Verfärbungen: als Verfärbungen werden Veränderungen der natürlichen Farbe des Holzes bezeichnet. Gerade bei der Fichte, Kiefer oder Tanne spielen Blaupilze eine Rolle. Eine leichte Verblauung (jahreszeitlich bedingt) ist in der Güte B zulässig. Die sogenannte „Anflugsbläue“. In der Güte C ist eine beginnende Verfärbung zulässig.

 

Langholz erzielt meist einen höheren Preis als Fixlängen, allerdings ist die Rückung oftmals erschwert.