Der Borkenkäfer befällt intensiv unsere heimischen Fichtenwälder

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„Die Zeit des Hoffens ist vorbei“ – Der Fichtenborkenkäfer insbesondere der Buchdrucker hat in den letzten Augusttagen die sommerliche Hitze und Trockenheit voll ausgenutzt und unsere heimischen Fichten intensiv befallen.

Im Zuge des Klimawandels werden Trockenjahre wie 2015 wohl vermehrt auftreten. Davon werden vor allem die Fichtenborkenkäfer profitieren. Dies zeigten bereits Erfahrungen aus dem Trockenjahr 2003. Damals blieb die Borkenkäferpopulation über einige Jahre auf einem relativ hohem Niveau.

Damit diese Entwicklung nicht völlig außer Kontrolle gerät ist eine konsequente Forstwirtschaft die einzig wirkungsvolle Maßnahme über die die Waldbesitzer und Förster verfügen. Treten die Trockenjahre in immer kürzeren Intervallen auf, so steht zu befürchten, dass sich die Käferdichte gar nicht mehr zurückentwickelt, sondern auf einem hohen Niveau bleibt. Somit wird der begrenzende Faktor für unsere heimischen Fichtenwälder der Buchdrucker und Kupferstecher sein.

Die einzigen wirkungsvollen Maßnahmen sind:

Frühzeitige Durchforstungen mit einer deutlichen Stammzahlreduzierung um genügend Wasser und Nährstoffe für die verbleibenden Bäume zur Verfügung zu stellen.

Mischbaumarten wie Tanne, Lärche Douglasie, Buche und Eiche zu fördern um artenreiche und stabile Mischbestände zu erzielen.

Ist der Fichtenborkenkäfer erst einmal ausgebrochen so hilft nur noch die schnelle Entfernung dieser befallenen Fichten aus dem Wald. Die Forstbetriebsgemeinschaft koordinierte in den ersten Septembertagen viele Einsätze mit rund 3000 Festmetern Käferschadholz, um die massiven Gefahren für die Wälder abzuwenden.

Die Aufarbeitung dieser teilweise bereits trockenen Fichtenkronen stellt für die Forstarbeiter eine tödliche Gefahr dar, da diese Gipfel plötzlich abbrechen können. Der Einsatz der Seilwinde oder Holzvollernter (Harvester) sind die einzig sicheren Methoden.

Über den Unfallschutz und vielen weiteren Themen rund um den Wald informiert die FBG Aiglsbach ausführlich dieses Jahr auf ihrem Stand auf dem Gallimarkt.