Tolles Herbstprogramm 2018

  • Infoabende:
  • Liebe Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Aiglsbach, die Tage werden kürzer, die Nächte kühler und das Laub der Bäume leuchtet in teils spektakulären Farben. Zu dieser Jahreszeit haben wir von der Forstbetriebsgemeinschaft Aiglsbach es uns zur Tradition gemacht, gemeinsam das Jahr Revue passieren zu lassen und dabei die dringendsten Fragen unserer Mitglieder zu beantworten.Am Dienstag den 06.11.2018 um 19:00 Uhr im Gasthof Plank in Lindkirchen

    und am Donnerstag den 08.11.2018 um 19:00 Uhr im Gasthof „Zum alten Wirt“ in Aiglsbach möchten wir Sie ganz herzlich zu unseren alljährlichen Infoveranstaltungen einladen.

  • Frankenwaldexkursion  2 Tage: 20.11.2018 – 21.11.2018 Anmeldung in der Geschäftsstelle
  • Ausflug Praktikertag: Busfahrt zur Waldbauernschule
    Samstag 08.12.2018 Anmeldung in der Geschäftsstelle

 

Gallimarktstand 12. bis 15.10.2018

Bei spätsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein durfte die Forstbetriebsgemeinschaft Aiglsbach Sie auch dieses Jahr wieder in ihrem eigenen Zelt auf dem Mainburger Gallimarkt begrüßen. Über drei wunderschöne Tage gab es ein vielfältiges Angebot, von forstlicher Beratung, über aufklärende Gespräche, bis hin zur anschaulichen Vorführung gewaltiger Forstmaschinen. Doch lassen Sie uns von vorne beginnen. Am Samstag, den 13. Oktober, öffnete die landwirtschaftliche Ausstellung, und damit auch unser Zelt, seine Pforten. Neben unseren Förstern Florian Rauschmayr und Stephanie Müller waren über drei Tage auch alle Mitglieder unseres Vorstandes am Stand vertreten. Zusätzlich zu unserem eigenen Auftritt besaß auch das AELF Abensberg, sowie die Hallertauer Wegebausanierung einen Infostand in unserem Zelt und standen allen Besuchern mit Rat und Tat zur Verfügung. Die großen Themen dieses Jahr waren allen voran das Temperaturhoch, der sich daraus ergebende Wassermangel und natürlich das ewige Leid des Waldbesitzers, der Borkenkäfer. Gemeinsam mit den staatlichen Förstern des AELF Abensberg wurden unzählige Fragen in diesen und weiteren Fachbereichen beantwortet und mit Hilfe anschaulicher Grafiken verdeutlicht. Doch nicht nur innerhalb unseres Zelts war was geboten, nein, auch davor. Die Forstunternehmer Manfred Ihm und Stefan Daser präsentierten zwei ihrer beeindruckendsten Spezialmaschinen, welche im Bereich der Holzernte und der Wegebausanierung regelmäßig in den Wäldern unserer Region eingesetzt werden. Zu guter Letzt gab es natürlich auch dieses Jahr wieder die allseits beliebte Kooperation mit der Pflanzschule Schlegel in Elsendorf. Mit einer Tanne im Pflanzcontainer konnte sich jeder Besucher den Anfang für seinen persönlichen Waldumbau kostenlos am Stand mitnehmen.Mit geschätzt über 1500 Besuchern in unserem Zelt waren wir dieses Jahr einmal mehr schwer beschäftigt. Für ihr zahlreiches Erscheinen, die vielen spannenden Fragen und Gespräche und die Unterstützung ihres Vereins, wollen wir von der Forstbetriebsgemeinschaft Aiglsbach uns recht herzlichst bei Ihnen bedanken. Mit einem Bild unserer fleißigen Förster sagen wir Ade und bis zum nächsten Jahr.

 

Neuer Harvester – Komatsu 941

Pünktlich zum 01. August auf dem Höhepunkt des Borkenkäferbefalls nimmt die Forstdienstleistungsfirma Manfred Ihm einen zweiten Harvester in Betrieb. Diese Komatsu 941 verfügt über ein noch größeres Aggregat mit vier Walzen und noch einmal mehr Leistung um auch schwere Fichten problemlos fällen zu können.

Diese Maschine wird während der gesamten Borkenkäferzeit im Zuständigkeitsbereich der FBG Aiglsbach bleiben und unsere Mitglieder bei der Bekämpfung des Buchdruckers unterstützen.

Sie brauchen schnelle und professionelle Hilfe rufen Sie uns einfach an.

Wir helfen Ihnen weiter. Ihre Forstprofis der Region

Wir haben keinen Betriebsurlaub!

Neuer Rückezug – Komatsu 845

Pünktlich zum Beginn der Borkenkäferzeit hat unser Stammunternehmer Manfred Ihm einen neuen Rückzug der Firma Komtsu in Betrieb genommen.

Ziel dabei ist es mit nun zwei Rückzügen die Holzrückung weiter zu beschleunigen. Der Einsatzschwerpunkt dieser nagelneuen Maschine wird im Kerngebiet der FBG Aiglsbach sein.

Waldbewirtschaftung unter dem Klimawandel und der Wirtschaftlichkeit

Was leisten Douglasien, Lärchen und Küstentanne in unseren Wäldern in Hinblick auf dem Klimawandel und den Ertrag?

Das war die Fragestellung die am Samstag den 17.03. im Forstbetrieb Emslander gestellt wurden. Rund 50 Waldbesitzer waren der Einladung der FBG Aiglsbach und Thomas Emslander gefolgt und fanden sich im Forstbetrieb Emslander bei Kleinhaid ein.

Thomas Emslander und sein Sohn erklärten anschaulich in Ihren eigenen Beständen die Wuchsleistungen der Küstentanne und der Douglasien. Da diese unseren einheimischen Fichten um ein vieles an Wuchsleistung überlegen sind, heißt das aber auch, dass diese Baumarten früher Erntereif sind, Durchforstungen früher notwendig aber auch unerlässlich sind, um wirtschaftliche stabile und ertragreiche Wälder zu erzielen.

„Das Motto heißt in 60 Jahren einen Baumernten der 60 cm Dick ist.“ Die Senkung der Umtriebszeiten minimiert auch das Risiko für Insektenbefall und Strumschäden. Auch unsere Fichten sollten nicht länger als 80 Jahren in unseren Wäldern stehen um das Risiko für Rotfäule, Borkenkäfer und Sturm zu senken. Eine frühere Ernte schafft aber auch die Möglichkeit alternative Bestände anzubauen, in den verschiedene Baumarten sich stabil und zukunftsorientiert entwickeln können.

„Gehen Sie früher in Ihren Wald, durchforsten Sie früher, Ernten Sie früher, bauen sie Ihre Wälder um, nur Sie selber haben es in der Hand „gab Thomas Emslander den Waldbauern eindringlich mit auf den Weg.

 

Praktikertag „Windwurfaufarbeitung“

Schneefall und Minusgrade das waren die Voraussetzungen für den ersten Praktikertag 2018, trotzdem waren mehr als 50 interessierte Waldbesitzer der Einladung der Forstbetriebsgemeinschaft gefolgt.

Im Pfarrwald Geisenfeld in der Nähe von Oberpindhart wurden unsere Mitglieder passend zum Wetter mit warmen Glühwein aus dem Forstwohnmobil der Studenten der Fachhochschule Weihenstephan empfangen, die diesen Tag unter der Leitung von Prof. Hussendörfer mitveranstalteten. Schwerpunkt diesmal war das Thema Windwurfaufarbeitung bei denen zuerst die Theorie der einzelnen Verfahren durch die Studenten erklärt wurden, dann die praktische Anwendung durch unseren Stammunternehmer gezeigt wurde. Der Harvester, da waren sich alle schnell einig war und ist die sicherste Methode um beschädigte Bäume aufzuarbeiten. Aber auch das kombinierte Verfahren mit Waldarbeiter und Seilwinde konnte hier überzeugen. Wichtig ist die genaue Beurteilung der aufzuarbeitenden Bäume, die richtige Ausbildung und Technik. Nicht umsonst gilt die Arbeit im Windwurf als besonders anspruchsvoll, anstrengend und äußerst gefährlich. Die eingeladenen Profis der FBG Aiglsbach konnten hier ihr Können, ihre Erfahrung und Wissen eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Ein besonderer Dank gilt natürlich der Firma Manfred Ihm mit seinem Fuhrpark und Team, der es sich nicht nehmen ließ persönlich den Seilwindeneinsatz im Sturmholz zu übernehmen.

An einer weiteren Station wurden die verschiedenen Pflanzmethoden gegenübergestellt und deren technische Abläufe sowie die möglichen Einsatzbereiche erklärt.

Das Thema Astung; Methoden, Einsatzbereich und Wirtschaftlichkeit wurde von den Studenten ausführlich beleuchtet und dargestellt.

Am Ende der Veranstaltungen entwickelten sich bei einem erneuten Glühwein in angenehmer Runde noch viele interessante Fachgespräche

Ein Tag voller Informationen für Waldbesitzer, Studenten und Förster…

Wir freuen uns schon auf den nächsten Prakiktertag im Herbst der das Thema „Waldbau in Theorie und Praxis“ haben wird.

 

 

 

Ausflug zum Jubiläum der Firma Unterreiner

Forstbetriebsgemeinschaft besucht Jubiläum der Firma Unterreiner

Im Zuge eines Tagesausfluges besuchte die FBG Aiglsbach mit rund 50 interessierten Waldbesitzern die Feierlichkeiten zum 25 jährigen Bestehen des bayerischen Forstgeräteherstellers Unterreiner. Rund 50 Mitglieder nutzten die Chance sich den Traditionsbetrieb genauer anzuschauen.

Empfangen wurde unsere Mitglieder von dem Gründer und Chef persönlich, Gert Unterreiner, der es sich nicht nehmen ließ, trotz den 5000 weiteren Besuchern die Mitglieder der FBG persönlich zu begrüßen. Bei einem Sektempfang erzählte Gert Unterreiner in seiner sehr humorreichen und kurzweiligen Art von den Anfängen bis heute.

Anschließend konnte man sich auf dem 30 000qm großen Gelände umsehen. Ein absolutes Highlight waren natürlich die zeitgleich sattfindenden Waldarbeitermeisterschaften mit den Disziplinen wie Zielfällen oder Entasten.

Aber auch die vielen ausgestellten Maschinen zogen so manchen Blick auf sich, wie Trommelsägen, Brennholsägeautomaten oder natürlich die bekannten Seilwinden „Taifun“ oder Rückanhänger. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, sodass unsere Waldbesitzer einen kurzweiligen und höchst interessanten Tag erleben konnten.

 

Infoveranstaltung Borkenkäfer

Ein Nachmittag im Zeichen des Käfers

Massive Borkenkäfer-Kalamität – auch in unserer Region.

von links Forststudent David Lawrenz-Grunow (Hochschule Weihenstephan) mit einem Vortrag zur Ökologie des Buchdruckers und Förster Florian Rauschmayr

 

Der trocken-warme Sommer fordert seinen Tribut – schon im Frühjahr sahen die Experten der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft eine Massenvermehrung zweier bedeutender Schadinsekten unserer Wälder kommen: Buchdrucker und Kupferstecher. Die Borkenkäferarten profitieren von der diesjährigen Witterung und befallen in ganz Bayern Fichtenbestände. Zügige Entnahme der befallenen Bäume ist dabei die einzige Möglichkeit gegen die Massenvermehrung vorzugehen. Die dadurch in diesen Wochen anfallenden Schadholzmengen stellen sich für Forst- und Holzwirtschaft als zunehmende Herausforderung dar, auch in unserer Region. Aus diesem Grund veranstaltete die Forstbetriebsgemeinschaft Aiglsbach und Umgebung e.V. am 05. August 2017 eine Info-Veranstaltung zum Thema Borkenkäfer.

In einem Waldstück bei Oberempfenbach, das ganz aktuell vom Buchdrucker heimgesucht wurde, konnten die rund einhundert interessierten Teilnehmer des Programms direkt im Wald ihr Wissen auffrischen sowie erfahren, was es mit der diesjährigen Massenvermehrung auf sich hat und was Waldbesitzer zur Bekämpfung von Borkenkäfern tun können.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Georg Huber, dem 1. Vorsitzenden der FBG Aiglsbach und der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Niederbayern (FVN) und Peter Enders, dem Bereichsleiter Forsten vom AELF Abensberg, die die zusammengekommene Gruppe bei sonnigem Wetter im kühlenden Schatten großer Buchen willkommen hießen.

In den Themenkomplex Borkenkäfer führte David Lawrenz-Grunow (Hochschule Weihenstephan) mit einem Vortrag zur Ökologie des Buchdruckers ein und unterstrich die Notwendigkeit schneller Holzernte bei akutem Borkenkäferbefall. Wie man den Befall mit Buchdrucker im Wald feststellen kann, veranschaulichte Revierleiter Jürgen Petersen (Revier Mainburg) an frisch durch die Käfer besetzten Bäumen. An der dritten Station des Nachmittags zeigte der Geo-Informatiker Michael Giftthaler neuartige Methoden zur Auffindung von befallenen Bäumen auf. Mit einer selbstkonstruierten Drohne, ausgerüstet mit Multispektralkamera, können durch Luftbild-Auswertungen schnell und effektiv Käfernester ausfindig gemacht werden. Die Anwesenden zeigten sich von der vorgeführten High-Tech beeindruckt.

Zum Abschluss der zweistündigen Veranstaltung wurde durch die Geschäftsführer der FBG Aiglsbach, Florian Rauschmayr und Stephanie Müller, ein Ausblick auf die kommenden Wochen gegeben: Die Profis der Forstbetriebsgemeinschaft arbeiteten in diesen Wochen auf Hochtouren an einem möglichst reibungslosen Ablauf der Kalamitätsbewältigung und bittet die Bevölkerung um Verständnis, dass es durch die Holzerntemaßnahmen zeitweise zu Wegesperrungen kommen kann und sich das gewohnte Waldbild durch die Entnahme der befallenen Bäume verändert.

 

 

Tagesausflug der FBG

Von Tannen, Jagd und Borkenkäfern

 

von links Bernhard Bielmeier Geschäftsführer FVN und Georg Huber 1. Vorsitzender

Zum zweiten Male lud die Forstbetriebsgemeinschaft Aiglsbach e.V. dieses Jahr ihre Mitglieder auf eine spannende Ganztages-Exkursion. Ziel der Reise am 18.07., an der fast fünfzig Waldbesitzer aus der Region Mainburg teilnahmen, war die Gemeinde Kollnburg (Lk. Regen) im Bayerischen Wald. Zu Gast bei Bernhard Bielmeier, Geschäftsführer der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Niederbayern (FVN) und ambitioniertem Waldbesitzer, begann das Programm mit herzlicher Begrüßung durch ihn und Georg Huber (1. Vorsitzender der FVN und FBG Aiglsbach). Vor der Tür seines ganz besonderen Hauses gab Herr Bielmeier einen Überblick über die Geschichte des familieneigenen land- und forstwirtschaftlichen Betriebs, beleuchtete die aktuelle Situation der niederbayerischen Forstwirtschaft sowie seine Vorstellungen von einer zukunftsorientierten Waldbewirtschaftung. Das greifbarste Argument für seine Worte zur Pflege von Wäldern ist eben jenes Haus, vor dem sich die Traube der Waldbesitzer versammelt hatte: Ein geräumiges Wohnhaus in Blockbauweise – ganz aus Tannenholz aus dem eigenen Wald! Es entwickelte sich ein angeregtes Gespräch über den Anbau von Fichte und Tanne, über die Borkenkäfer-Problematik des Jahres und den Holzmarkt, aber auch zu neuen Nationalparks in Bayern. Als studiertem Forstmann ist es Herrn Bielmeier ein besonderes Anliegen zu verdeutlichen: Unser Wald gelangt nur durch Pflege zu wahrer Blüte. Bei der anschließenden Waldführung konnten sich alle Anwesenden bei schönstem Sommerwetter im lichtdurchfluteten Tannen-Fichten-Mischwald selbst davon überzeugen. Die gezeigten Waldbilder veranschaulichen auch welch ein Geschenk Naturverjüngung ist und welches Potential in der Tanne für die Zukunft steckt. Doch alle Wanderungen, noch dazu lehrreiche, machen Hunger. Zum Mittag lud Bernhard Bielmeier deshalb in das BayerWaldAktivZentrum (BWAZ) „Lunaris“ nahe dem Luftkurort St. Englmar zu Rehragout und Schnitzel. Das ehemalige Schullandheim in traumhafter Lage erfuhr durch Herrn Bielmeiers Initiative seine Renaissance und dient heute Gruppen und Vereinen als Tagungsort. Gestärkt führte das Nachmittagsprogramm die Waldbesitzer der FBG zum Waldwipfelweg in Maibrunn. In luftigen Höhen zwischen den Baumkronen konnten die Exkursionsteilnehmer den Bäumen auf Augenhöhe begegnen und „ihren“ Wald einmal ganz anders erleben. Bepackt mit diesen Eindrücken rundete die Gruppe den gelungenen Tagesausflug mit einer Abendeinkehr in Mamming (Lk. Dingolfing-Landau) ab. Die Exkursion gab allen Beteiligten die Möglichkeit die Gemeinschaft der Waldbesitzer zu stärken.

von D. Lawrenz-Grunow (FBG Aiglsbach)